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Elsaß - Tour Tag 8 - Mittwoch, der 8. August
(pika:) Der achte Tag
(Mittwoch, der 8. August)
Um 0830 begann der Abmarsch von Les Minieres nach Schirmeck durch ein sehr
verlassen wirkendes Tal an überwucherten und verfallenen Fabriken vorbei.
In Schirmeck angekommen, suchten beide im Trubel des Jahrmarkes (die
Ortschaft quoll voller Menschen über) das Verkehrsbüro und ein Geschäft,
in dem man die Anschlußkarte kaufen konnte. Sie erwies sich für die
weitere Routenplanung als unabdingbar, war aber beim besten Willen nicht
aufzutreiben. Im "Syndicat" (im Umgangston nur noch "Mafia" genannt) wurde
nur ein teures Hotel angeboten, von den auf der Karte verzeichneten
zahlreichen Chalets, Refuges und Auberges wusste die nur Französisch
sprechende Angestellte nichts. Daraufhin schied das Hochfeld als
Etappenziel mit dem Konzentrationslager Struthof aus. Die Suche nach einem
alternativen, mit der Eisenbahn anzusteuernden Etappenort begann mit einem
Blick auf die Landkarte. Dort leuchtete der Schriftzug "SAALES" in dickem
Sperrdruck unterstrichen südliche von Schirmeck. Die Beschreibung als
"Touristenstandort" im Reiseführer bestätigte die gefallene Entscheidung
für das 1.200- Einwohner-Kaff. Dort angekommen führte eine ungeteerte
Bahnhofsstraße an herumlungernden "Dorfpunks" vorbei in die ausgestorbene
Ortsmitte, die schon einmal bessere Zeiten sah. Das ansässige Syndicat
beendete seine Mittagspause erst ein und einviertel Stunden später.
An sich war das Dorf genial ausgestattet. Alle
Häuser hatten
Solardächer und der Bürgermeister wies stolz darauf hin, daß zehn
Prozent der Hausbesitzer Pelletheizungen besitzen. Der Dauerregen aber
tötete jede Wirkung der Solaranlagen und so saßen die beiden ohne Strom im
Dunklen. Einzige Hoffnung war die Fahrt per Anhalter im Autogasfahrzeug
zum nächst größeren Ort.
Der Tipp eines
Schmuckverkäufer:
Nicht nur durch Solardächer
kann man Geld und Kosten sparen, man kann auch durch den Kauf von
Geschenken, wie beispielsweise
Ringe im Internet sehr
viel Geld sparen. Denn hier sind die Preise in der Regel deutlich
günstiger als beim Händler vor Ort.
Das (laut
Tafel nun geöffnete) Verkehrsbüro lag gut getarnt im Rathaus. Die meisten
Haustore waren verschlossen, Klaus öffnete ein nicht verriegeltes und
landete prompt in einer Rumpelkammer. Das letzte und richtige Tor wies den
Weg ... er lohnte sich aber nicht, die Ausbeute bestand nur in einem
einzigen, teuren Hotel. Daneben stand ein rätselhaftes Anwesen, das
"Anmeldebüro" fand sich unbesetzt und auch kein Verantwortlicher war
aufzutreiben.
Auch eine sehr schöne Art in Frankreich seinen
Urlaub zu verbringen ist das Wandern des Jakobwegs! Mit einem
Jakobsweg Reisebericht
kann man sich gut darauf vorbereiten!
Am Ende entpuppte sich dieses ominöse Etablissement als ein "Familienhaus
für Volksferien". Der Dialekt sprechende Mann gab vor, unsere Sprache nur
schlecht zu verstehen, er wollte mit Deutschen augenscheinlich wenig zu
tun haben. Die Frau hingegen war sehr hilfsbereit, denn sie organisierte
noch zwei freie Betten und ermöglichte so Unterschlupf in der durchnässten
Umgebung (es regnete immerfort weiter). Allerdings war Essen und über
Flüstern hinausgehendes Sprechen verboten (galt nur für Deutsche). Die
abendlichen Mahlzeiten nahmen beide trotzdem im Zimmer ein (als
Sicherheitsmaßnahme dienten das verriegelte Türschloß und
heruntergelassene Rolläden.
Wetter: nachmittags permanenter Regen und kühl
Höhenunterschied: 300 Meter Abstieg
Wegestrecke: ungefähr 7 Kilometer
Reisebericht einer Elsaß
Tour:
Mittwoch, der 8. August
Donnerstag, der 9. August
Freitag, der 10. August
Samstag, der
11. August
Sonntag, der 12. August
Montag, der 13. August
Dienstag, der
14. August
Am Rande:
Urlaub ohne Wasserbett
Abenteuer-Urlaub und Mako-Satin-Bettwäsche im Hotel
Wandern mit Wasserbetterfahrung
Die Tage, Mittwoch, der 1. August
bis Dienstag, der 7. August
Findet sich unter
http://www.imaginary-heroes.de/
Kino Kultur:
Die Worte Kinofilme und Kino sind Relikte aus einer Vergangenheit, die bis
heute nicht den Nachweis antreten konnte, dass Kino tot ist.
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